Wir bringen das Know-how. Sie behalten die Datensouveränität.
Wir beraten, installieren, entwickeln, schulen und übernehmen Wartung und Pflege für KI-Lösungen, die in Ihrem eigenen Netz und auf Ihrer Hardware laufen. Das umfasst Sprachmodell, Modellserver und die Anbindung an Ihre Geodateninfrastruktur. Anfragen und Daten verlassen Ihr Haus nicht, ein Vertrag mit einem Modellanbieter ist nicht nötig. Somit entstehen keine Kosten je Anfrage.
Zum Ausprobieren mit offenen Daten oder wenn ein Modellanbieter zu Ihren Anforderungen passt, binden wir auch Anthropic, OpenAI oder Google an. Den Vertrag mit dem Anbieter schließen Sie selbst ab. Der Datenverkehr zum Anbieter läuft direkt über Ihre Infrastruktur und nicht über GBD-Systeme. Wo wir im Projekt auf Ihren Systemen arbeiten, regeln wir die Datenverarbeitung im AVV.
Lokale KI: was wir übernehmen
- Beratung & Integration: Welche Ihrer Aufgaben ein lokal betriebenes Modell trägt, welche Modellgröße dafür nötig ist und welche Hardware das voraussetzt, vom Arbeitsplatzrechner bis zum Server im eigenen Rechenzentrum. Die Hardware beschaffen Sie; wir beraten zur Ausstattung.
- Installation & Einrichtung: Offene Sprachmodelle wie Qwen oder Llama auf Modellservern wie Ollama oder vLLM, auf Ihrer Hardware und angebunden an GBD WebSuite, QGIS, QField, PostgreSQL/PostGIS oder Ihre Fachanwendungen.
- Entwicklung: Anbindungen, Auswertungsabläufe und fachliche Erweiterungen für Ihre Aufgaben. Wir entwickeln ausschließlich Open Source. Was wir für Sie entwickeln, steht wie die GBD WebSuite oder QGIS unter einer Open-Source-Lizenz.
- Schulung: Wir vermitteln, wie Ihr Team Aufgaben eindeutig formuliert, Ergebnisse gegen eigene Kennzahlen prüft und den Modellserver betreibt.
- Wartung & Pflege: Updates von Modellserver und Modellen, Wechsel auf ein neueres oder anderes Modell, wenn es Ihre Aufgaben besser löst, Überwachung von Antwortqualität und Auslastung.
Modellanbieter: zum Ausprobieren und auf Wunsch
- Ausprobieren mit offenen Daten: Mit offenen Daten wie ALKIS-Open-Data, OpenStreetMap oder Copernicus lässt sich eine Aufgabe über den Zugang eines Modellanbieters durchspielen, ohne vorher Hardware anzuschaffen. So klären Sie früh, ob sich die Aufgabe für KI eignet.
- Anbieter-Zugang im Betrieb: Passt ein Modellanbieter zu Ihren Anforderungen, binden wir Anthropic (Claude), OpenAI (GPT) oder Google (Gemini) an. Den Vertrag schließen Sie direkt ab; die Nutzungskosten rechnet der Anbieter ohne Aufschlag mit Ihnen ab. Welche Informationen an das Modell gehen, entscheiden Sie.
Lokal oder beim Anbieter
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Modell im eigenen Netz |
Modellanbieter |
| Verarbeitung der Anfragen |
auf Ihrer Hardware |
beim Anbieter |
| Kosten |
Hardware und Betrieb, keine Kosten je Anfrag |
Nutzungskosten je Anfrage, keine Hardware |
| Vertrag mit einem Modellanbieter |
keiner |
Ihr eigener Vertrag, mit Auftragsverarbeitungsvertrag |
| Drittstaatentransfer |
keiner |
über EU-Standardvertragsklauseln geregelt |
| Typischer Einsatz |
personenbezogene und vertrauliche Daten, Dauerbetrieb |
Ausprobieren mit offenen Daten, Aufgaben ohne personenbezogene Daten |
Was ein lokales Modell heute leistet
Das Institut für holistische Technologieforschung hat ein lokal betriebenes Modell an acht Aufgaben einer Kommunalverwaltung auf offenen ALKIS-Daten gemessen. Auf einem Notebook mit 70 Watt GPU-Budget erreichte es 98,8 von 100 Punkten und lag damit gleichauf mit einem Cloud-Modell, bei gut dreifacher Laufzeit. Aufgaben, Sollwerte und Ergebnisse stehen in der Behördenakte B20–B27.
Anwendungsfelder
KI-Integration macht dort Sinn, wo strukturierte Geodaten vorliegen und wiederholende Auswertungs- oder Dokumentationsaufgaben anfallen. Die Felder lassen sich mit einem Modell im eigenen Netz oder bei einem Anbieter umsetzen; welches Modell eine Aufgabe trägt, klären wir in der Eignungsprüfung.
- Geodatenanalyse & Mustererkennung: Automatische Klassifikation von Landnutzung aus Satelliten- oder Luftbilddaten, Change Detection zwischen Zeitständen, Anomalieerkennung in Messwertserien. Ein Umweltamt kartiert Veränderungen in Grünflächen: Was früher Wochen manueller Auswertung erforderte, dauert mit KI Stunden.
- Dokumentation & Berichtswesen: Automatische Erstellung von Textpassagen aus strukturierten Geodaten (Messwerte, Flächenangaben, Inspektionsbefunde) in vorgegebene Berichtsformate. Netzbetreiber generieren aus PostGIS-Inspektionsdaten standardisierte Zustandsberichte pro Leitungsabschnitt – mit Handlungsempfehlung und Priorisierung.
- Intelligente Auskunftssysteme: Natürlichsprachliche Suche im WebGIS: „Zeige alle Straßen mit Sanierungsbedarf in der Innenstadt" → direkte Kartenantwort. Chatbot-Integration für Bürgerportale: Fragen zu Bebauungsrecht, Flächennutzung oder Infrastruktur werden rund um die Uhr beantwortet – auf Basis der eigenen Geodaten, mit Quellenangabe.
- Qualitätssicherung: Erkennung geometrischer Anomalien, Plausibilitätsprüfung von Sachdaten, Identifikation von Duplikaten und Überschneidungen. Bei Datenmigrationen prüft KI die übernommenen Bestände und priorisiert die manuelle Nachprüfung auf die wahrscheinlichsten Fehler.
- Planung & Auswertung: Interpretation von Analyseergebnissen in Planungssprache, Zusammenfassung von Szenarien als strukturierte Abwägungsübersichten, Unterstützung bei Abwägungsberichten in Planungsverfahren.
- Mobile Felderfassung mit QField: Automatische Bilderkennung aus Fotos (Schadensbild → Schadensklasse und Dringlichkeit), sprachgesteuerte Dateneingabe, Plausibilitätsprüfung während der Erfassung vor Ort.
Datenschutz & Compliance
Läuft das Modell in Ihrem Netz, verlassen Anfragen und Daten Ihr Haus nicht; Anbietervertrag und Drittstaatentransfer entfallen. Erreichen wir bei Installation, Wartung oder Pflege personenbezogene Daten auf Ihren Systemen, schließen wir mit Ihnen einen Auftragsverarbeitungsvertrag.
- Anbieter-Zugang und Auftragsverarbeitung (AVV): Sobald personenbezogene Daten an das System eines Modellanbieters übergeben werden, liegt Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO) vor. Das gilt für Behörden ebenso wie für Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Anthropic, OpenAI und Google stellen AVV-Vorlagen für den API-Zugang bereit; Drittstaatentransfer ist durch EU-Standardvertragsklauseln abgedeckt.
Empfehlungen für alle Organisationen
- DSFA prüfen (Art. 35 DSGVO) bei systematischer Verarbeitung personenbezogener Daten
- Interne Nutzungsrichtlinie: Welche Daten dürfen an ein Modell beim Anbieter, welche nur an das Modell im eigenen Netz gehen?
- AVV abschließen und im Verarbeitungsverzeichnis dokumentieren, bevor personenbezogene Daten verarbeitet werden
- Mitarbeitende schulen: Schulungen oder Workshops zum Thema „Was darf in den KI-Prompt?", um häufige Fehler zu verhindern
Für öffentliche Stellen gelten ergänzend die Landesdatenschutzgesetze sowie Bereichsrecht (Sozialgesetzbuch, Steuergeheimnis, Geheimschutz).
Unsere Angebote zur KI-Integration
- Schritt 1 – Kostenloses Erstgespräch: Sie schildern Ihre Ausgangslage. Wir geben eine erste Einschätzung zu sinnvollen Anwendungsfeldern, zu lokalem Betrieb oder Anbieter-Zugang, zu realistischem Aufwand und Kosten. Am Ende des Gesprächs wissen Sie, was als Nächstes sinnvoll ist.
- Schritt 2 – KI-Kurzanalyse: Strukturierte Analyse Ihrer Prozesse und Daten: Welche Anwendungsfelder haben den größten Hebel? Trägt ein Modell im eigenen Netz die Aufgaben und welche Hardware braucht es dafür? Welche rechtlichen Voraussetzungen sind zu klären? Das Ergebnis ist ein konkretes Handlungsdokument, kein abstrakter Strategiebericht.
- Schritt 3 – Hardware und Modell festlegen: Für den lokalen Betrieb legen wir Hardware, Modellserver und Modell fest; die Hardware beschaffen Sie selbst. Für einen Anbieter-Zugang wählen Sie den Anbieter und schließen den Vertrag direkt ab; wir haben keinen Anteil an diesem Vertrag und erhalten keine Provision.
- Schritt 4 – Pilotprojekt: KI-Integration in einem klar abgegrenzten Anwendungsfall. Klein genug für einen schnellen Start, groß genug für echten Mehrwert. Typische Piloten könnten KI-gestützte Auswertungen von Inspektionsberichten, automatische Berichterstellung oder natürlichsprachliche Suchabfragen im WebGIS sein.
- Schritt 5 – Betrieb, Wartung & Pflege: Updates von Modellserver und Modellen, Modellwechsel, technischer Support, Schulung neuer Mitarbeitender, Bewertung neuer offener Modelle. Viele unserer Kunden begleiten wir seit über zehn Jahren im Betrieb ihrer Geodateninfrastruktur.