GBD SpatialAgents: KI-unterstützte Geoverarbeitung in QGIS

, von Otto Dassau

Eine mehrstufige Auswertung in QGIS aufzusetzen ist aufwendig. Sie benötigt Zeit und die Kenntnis über die passenden Werkzeuge und deren Parameter, die dann als verkettete Verarbeitungsschritte oft manuell abgearbeitet werden. Mit GBD SpatialAgents beschreiben Sie die Aufgabe stattdessen in natürlicher Sprache. Die KI unterstützt Sie bei der Planung des Ablaufs, führt die Analyse durch und legt die Ergebnisse mit umfangreicher und transparenter Beschreibung der einzelnen Schritte in Ihrem geöffneten QGIS-Projekt ab.

Die KI unterstützt im laufenden QGIS-Projekt


Technisch gesehen verbindet dabei ein QGIS-Plugin das von Ihnen ausgewählte KI-Modell über eine lokale, token-authentifizierte Verbindung mit der aktuell laufenden QGIS-Sitzung. Layer, Kartenausschnitt, Projektstruktur und Screenshots stehen ihm damit zur Prüfung zur Verfügung. Mögliche Aktionen legt das Plugin in QGIS zur Bestätigung vor. Die Verarbeitung der Daten läuft auf dem Arbeitsplatzrechner und die erzeugten Verarbeitungsschritte sind wiederholbar. Das ist die Voraussetzung dafür, ein Ergebnis nachvollziehen und belegen zu können.

Aktuell deckt GBD SpatialAgents QGIS Desktop ab, dazu im gemeinsamen Arbeitsverzeichnis GDAL, GRASS GIS und weitere Python-Werkzeuge sowie offene Datenquellen wie OpenStreetMap, Copernicus und die Klimareihen von DWD und Open-Meteo. Die Anbindung weiterer GDI-Anwendungen ist möglich.

Zwei Wege zum Sprachmodell


GBD SpatialAgents enthält selbst kein Sprachmodell. Für das Modell gibt es zwei Wege:

  1. Das Modell läuft auf Ihrer eigenen Hardware im eigenen Netz. Dann verlassen die Anfragen Ihr Haus nicht, und es entstehen keine Kosten je Anfrage.
  2. Sie binden Ihren eigenen Zugang bei Anthropic, OpenAI oder Google an (Bring Your Own Key) und schließen den Vertrag mit dem Anbieter selbst ab. Die Nutzungskosten rechnet der Anbieter direkt mit Ihnen ab, ohne Aufschlag über GBD. Mit offenen Daten eignet sich dieser Weg auch zum Ausprobieren.

Die Geodatenverarbeitung läuft in beiden Fällen auf Ihrem Arbeitsplatz.

Gemessen an amtlichen Aufgaben


Das Institut für holistische Technologieforschung, das SpatialAgents entwickelt und pflegt, hat das System an acht Verwaltungsaufgaben auf offenen ALKIS-Daten der Gemeinde Alpen im Kreis Wesel gemessen und die Ergebnisse in der „Behördenakte Alpen" veröffentlicht. Die Aufgaben umfassen Hochwasserbetroffenheit, Windenergie-Abstände, Flächenbilanz und Datenaufbereitung. Die Sollwerte waren vorab mit GDAL berechnet, jede Prüfung nennt Ist- und Sollwert.

Ein lokal betriebenes Modell erreichte 98,8 von 100 Punkten, Claude Sonnet 5 aus der Cloud 96,4. Zwei Aufgaben enthielten absichtlich einen fachlich falschen Hinweis, etwa die Abstandsmessung zum Zentroid statt zum Umriss eines Schutzgebiets. Beide Modelle verwarfen ihn in allen Läufen und begründeten die Ablehnung. Für umfangreichere Arbeiten hat das Institut einen zweiten Test durchgeführt, eine mehrstündige Klimarisiko-Analyse mit sechs Gefahrenindizes und Klimaprojektion. Beide Tests sind mit allen Läufen, Abzügen und Fehlschlägen auf spatialagents.de veröffentlicht.

Voraussetzungen und Einstieg


GBD SpatialAgents läuft auf Linux-Arbeitsplätzen mit QGIS Desktop; die Nutzung unter Windows ist derzeit experimentell. Hinzu kommt ein Sprachmodell im eigenen Netz oder der Zugang zu einem Modellanbieter. GBD ist Ihr Vertragspartner für Bezug, Einrichtung, Anpassung, Schulung und Betreuung; entwickelt wird das System im Institut.

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Was das System leistet, wo seine Grenzen liegen und wie Sie es beziehen finden Sie auf unseren Seiten:

- GBD SpatialAgents – Leistungen, zwei Wege zum Sprachmodell, Systemvoraussetzungen
- KI-Integration – lokale KI im eigenen Netz, Modellanbieter auf Wunsch
- GDI & KI kombiniert– KI als Bestandteil der Geodateninfrastruktur
- Geodateninfrastruktur – Fundament, auf dem beides aufsetzt
- Behördenakte Alpen und Benchmarks auf spatialagents.de – die Läufe im Einzelnen


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